Laatzen-Mitte wird als Wohnort immer beliebter. Insgesamt leben knapp 17 000 Menschen in dem Stadtteil, Tendenz steigend. In den vergangenen fünf Jahren ist die Einwohnerzahl um knapp 1400 gestiegen. Ein so rasantes Bevölkerungswachstum kann kaum eine andere Kommune in der Region Hannover vorweisen. Sein Image als triste Betonwüste hat Laatzen-Mitte längst verloren. In den vergangenen Jahren hat sich im Stadtteil viel getan. Im Rahmen des Programms „Die soziale Stadt“ sind in Zusammenarbeit mit den Anwohnern die Wohn- und Lebensbedingungen stetig verbessert worden. So sind unter anderem die Marktstraße zurückgebaut und zahlreiche grüne Oasen angelegt worden.

Ein beliebtes Ausflugsziel in Laatzen-Mitte ist der Park der Sinne, der im Rahmen der Expo 2000 an der Erich- Panitz-Straße auf einer ehemaligen Müllhalde angelegt wurde. Mittlerweile ist er weit über die Grenzen Laatzens hinaus bekannt und lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher aus dem Umland an. Aufgrund der sehr guten Verkehrsanbindung ist man mit der Straßen- oder S-Bahn, dem Auto oder Fahrrad schnell in der Landeshauptstadt.

Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass Anfang der 60er-Jahre auf der Fläche von Laatzen-Mitte überall grüne Wiesen lagen. Denn der Stadtteil wurde 1967 förmlich aus dem Nichts erschaffen. Bevor die Bagger anrollten, gab es lediglich ein paar Kleingärten, Wiesen, Felder und Scheunen mit Schafen. Nur ein paar versprengte Häuser lagen an der Hohenrode. Das heutige Laatzen-Mitte war damals die Grasdorfer Feldmark. Treibende Kraft für das gigantische Städtebauprojekt war der damalige Landkreis Hannover, der Laatzen zu einem „Nebenzentrum zur Ergänzung und Entlastung der Landeshauptstadt Hannover“ machen wollte. Bis zu 70 000 Einwohner sollten bis Ende der Achtzigerjahre nach Laatzen ziehen. Denn ursprünglich gehörte der südliche Kronsberg mit zu Laatzen – ebenso wie das Messegelände. Doch bei der Gebietsreform 1974 wurden der Kronsberg und auch das Messegelände der Landeshauptstadt zugeschlagen. Ein Schock für Laatzen. Die Stadt reichte zwar Verfassungsbeschwerde ein. Doch 1978 beschloss das Bundesverfassungsgericht, diese nicht zur Entscheidung anzunehmen. Wegen des Wegfalls der zusätzlichen Fläche am Kronsberg leben daher heute „nur“ rund 43 000 Menschen in ganz Laatzen.

Laatzen-Mitte auf einen Blick:

  • Einwohner (Stichtag 13.8.2018): 16 927
  • Entstehung: 1967
  • Grundschulen: Pestalozzistraße, Im Langen Feld
  • Weiterführende Schulen: Erich-Kästner-Gymnasium, Erich-Kästner-Oberschule, KGS Albert-Einstein-Schule, Schule am Kiefernweg
  • Kirchen: Evangelisch-lutherische Thomas-Kirchengemeinde, katholische Pfarrkirche St. Oliver
  • Sehenswürdigkeiten: Park der Sinne